Aus dem Handbuch für politische Schergen

Ein paar persönliche Gedanken darüber…

…was da wohl so drinstehen würde, wenn man etwas kritisch auf die letzten 15 Jahre Weltpolitik zurückblickt:
Als Imperium führst du überall deine Kriege, um ja an der Macht zu bleiben. Wenn es keinen Kriegsgrund gibt, finanzierst du – direkt oder indirekt – Menschen, die ihresgleichen ohne Skrupel abmurksen. Du gibst ihnen nicht nur Waffen, sondern bildest sie in der Handhabung auch noch selber aus. Später nennst du diese dann Terroristen.

Als Imperium spitzelst du deine eigenen Leute genauestens aus. Du weisst zwar genau, wann Mister XY «einen fahren» lässt, wirst aber später abstreiten, dass du auch nur einen Hauch von einer Ahnung hattest, als die von Dir ausgebildet und von dir unterstützten Delinquenten monatelang 3 Hochhäuser für eine gezielte Sprengung vorbereitet haben.

Egal, die entsetzte Bevölkerung hat nun vollstes Verständnis dafür, dass Du – obwohl du bereits hochverschuldet bist – einen neuen Krieg beginnst. Damit dir das Volk auch wirklich dankbar ist nennst Du die Schergen öffentlich Terroristen. Da niemand weiss, dass du die Terroristen selber ausgerüstet hast, finden das (fast) alle toll. Du aber bekriegst nun angeblich die selber ausgebildeten Schurken und legst in dem Land deiner Wahl gleich mal alles in Schutt und Asche.

Überhaupt; Lügen ist deine ganz grosse Spezialität. Wenn es eilt, wird einfach etwas erfunden; Massenvernichtungsmittel ziehen übrigens immer. Aber noch viel besser sind die Halbwahrheiten. Damit kannst Du den mitdenkenden Bürger in Schach halten und du geniesst es, wenn er von all den dankbaren Menschen, die auf deinen Schutz vertrauen als «Verschwörungstheoretiker» belächelt wird. Damit der Grossteil der Ahnungslosen nicht auf dumme Gedanken kommt, hast du viele Medien infiltriert und achtest peinlich genau darauf, dass diese deine Kriegspropaganda ganz in deinem Sinn verbreiten.

So konntest du nun die letzten 15 Jahre – für dich sehr erfolgreich – beinahe alle Diktatoren aus dem Weg räumen, die sich trauten, andere weltpolitische Ideen zu haben. Gut, bei einigen ging es nur um geopolitische Interessen.

Vor gut 5 Jahren hast du dir ein weiteres Staatsoberhaupt vorgenommen. Die «alten Terroristen» hast du übrigens im letzten Krieg erfolgreich eliminiert – so wirst du das zumindest verkünden lassen. Aber egal, du baust dir einfach die nächsten Terroristen auf und gibst ihnen einen neuen Namen – am besten einen der die ganze Welt erschrecken wird, wie wäre z.B. der Name einer ägyptischen Göttin die auch Totengöttin heisst.

Dummerweise hat der so bedrängte Herrscher den grossen Bären zu Hilfe gerufen. Der hat Dir innert einem Jahr deine geliebten Terroristen mit dem neuen Namen vernichtet. Das geht nun gar nicht, Du bist doch das Imperium! Also nimm dein Handbuch und wende alle deine schon so oft eingesetzten Tricks an.
Ziele auf Krankenhäuser, Schulen, Hilfs-Konvois und mach keinen Halt vor zivilen Opfern. Die Schuld schiebst Du ungeniert dem Bären in die Schuhe. Keine Angst die Leute werden genau mit den Informationen berieselt, die sie brauchen, damit niemand auf die Idee kommen könnte, dass du dahintersteckst. Und so ein Bär ist ja auch gefährlich und undurchschaubar. Ist doch klar, dass alle Welt ihn für schuldig halten wird.

Wenn trotzdem einmal – z.B. aus einem System-Hack – völlig ungeplant doch einmal Wahrheiten ans Licht kommen, die das verlogene Werken des Imperiums der letzten Jahren aufzeigt, lenke davon ab und hey da ist ja noch der Bär, der war’s, der hat dich gehackt und will dich nur verunglimpflichen!

Wenn dich die Gier nach noch mehr Krieg packt, setzte deine Verbündeten ein. Dazu hast Du ja nach dem letzten Weltkrieg die NATO aufgebaut. Die werden vermutlich nicht einfach so und schon gar nicht sofort bei deinem sinnlosen Gemetzel freiwillig mithelfen. Also setzt sie politisch und finanziell unter Druck, du bist ja das Imperium und kennst dich mit den Machtgelüsten, der Gier nach Geld und zügellosem Sex bestens aus. Da wären doch so Freihandels-Abkommen mit Eurasien genau das Richtige – da klingen doch Namen wie CETA oder TTIP wie Musik in deinen Ohren.

Also letztendlich willst du neben der Kriegskraft und der politischen Loyalität deinem Imperium gegenüber vor allem das Geld. Denn deine eigene Kriegslust verschlingt Billionen. Gut das Geld haben die Eurasier auch nicht unbedingt auf den grossen Haufen, aber die werden eh erst zu spät merken, dass sie über den Tisch gezogen werden.

In der Zwischenzeit beschäftigst Du diese Ländereien am besten mit Flüchtlingen, die durch deine Kriege entstanden sind. Zu den Flüchtenden mischt du noch einen grossen Anteil Migranten dazu, denen du das Paradies auf Erden versprichst. Du machst diesen Menschen Glauben, dass man auf sie warte und dringendst brauche. Selbstverständlich werden sie gut versorgt mit viel Geld, einem Stück Land und einem Haus, welches von den freudig wartenden Gastgebern bereits gebaut wird. Weil die Gastgeber ja ein Haus nach dem anderen bauen, vernachlässigen sie ihre Frauen, welche es nicht erwarten können von den Neuankömmlingen beglückt zu werden.

Zu guter Letzt bist Du mit dir selber sehr zufrieden. Die bevorstehende Wahl des neuen Führers für das Imperium läuft nach Handbuch ab. Mit viel Lügen und Halbwahrheiten formst Du nicht nur die Meinung deiner eigenen Bürger, sondern du machst gleich die ganze Welt konfus. Nur du weisst, was du mit den zwei unmöglichen Kandidaten vor hast. Es ist ja selbstredend, dass Du das Imperium bleiben willst. Natürlich werkelst du auch weiter ganz eifrig an der Idee der neuen Weltordnung in der du schliesslich das Sagen haben willst. Dass da noch einige Staatsoberhäupter zu viel auf dem weltpolitischen Parkett tanzen ist eigentlich egal. Die werden gemäss Handbuch eliminiert. Es wird zwar kurz schmerzen, wenn es auch Verbündete nicht mehr brauchen wird, aber das hast du ihnen noch nicht gesagt, im Moment brauchst du sie ja noch…

Bildquellenangabe: S.G.S. / pixelio.de

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